Schlägl (A)
Geistiger und kultureller Mittelpunkt des oberen Mühlviertels
Kennzahlen:
ca. 1400 Einwohner, Fläche 28,5 qkm.
Der Gemeindebereich von Schlägl erstreckt sich in einem breiten Streifen bis zum Böhmerwald und zur tschechischen Grenze.
Das Zentrum, die Ortschaft Schlägl, schließt direkt an die Ortschaft Aigen an. Daher werden die beiden Gemeinden auch meist im Verbund Aigen-Schlägl genannt.
Geschichte:
Im 11. Jahrhundert war das dicht bewaldete Gebiet am Fuße des Böhmerwaldes und zur Grenze nach Böhmen unter dem Einfluß der mächtigen Passauer Bischöfe.
Diese ließen 1204 ein Kloster errichten. Das unwirtliche Klima und der geringe wirtschaftliche Ertrag setzte aber den Zisterzienermönchen derart zu, dass sie nach einigen Jahren zurück in ihr Heimatkloster nach Bamberg flüchteten.
Im Jahre 1218 starteten Prämonstratensermönche aus dem niederbayerischen Osterhofen einen zweiten Anlauf. „In alio loco“, an einem anderen Ort, wurde ein neues Rodungskloster errichtet und erhielt den Namen „Plaga“, was übersetzt „Schlägl“ heißt.
Das Kloster entwickelte sich im Laufe der Jahrhunderte immer mehr zum geistigen Zentrum und bot in der eigenen Hauslehranstalt bereits ab 1633 die Möglichkeit zur Bildung.
Der wirtschaftliche Aufschwung wurde insbesondere durch die um 1580 gegründete Brauerei Schlägl eingeleitet.
Im Laufe der Jahrhunderte und der vielen Kriege (u. a. 30-jähriger Krieg) wechselte die Zugehörigkeit mehrmals. Erst seit 1814 gehört Schlägl endgültig zu Österreich.
Bauerke:
- Prämonstratenser Chorherren Stift Schlägl und Brauerei
Tourismus und Freizeitangebote:
- Museum Kultur.Gut.Mühlviertel im Meierhof des Stiftes Aigen-Schlägl
- Stiftsausstellung
- Wachsmuseum Schlägl
- Schwedenschanzen (unweit vom Haagerhof)
- Schwarzenberger Schwemmkanal
weitere Info's unter:
www.schlaegl.at
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